Sonntag, 30. November 2014

Englischunterricht

Es wird besser pang´ono pang´ono (Schritt für Schritt)! Während die Schüler in den ersten Stunden Englischunterricht meine Zeichnungen an der Tafel nicht erkannt haben, werden diese jetzt scheinbar immer besser. Ich unterrichte noch nicht selbst, sondern unterstütze Madam Susan, indem ich zum Beispiel Tafelbilder anbringe und beim Kontrollieren von Aufgaben helfe. Als ich das erste mal den Auftrag bekam, einen Hund an die Tafel zu zeichnen, da die Schüler diese englische Vokabel lernen sollten, war ich mit dem Ergebnis eigentlich ganz zufrieden, bis alle auf Susans Frage "What is this?" einstimmig mit "A cat!" antworteten... Aber meine Ziegen und Elefanten sind doch ganz gut zu erkennen, oder?

Samstag, 15. November 2014

Sporttag im House of Hope

Wer geht schon an einem Samstag freiwillig zur Schule? Diese Frage hat sich den rund 240 Schülern der after school classes des House of Hope gar nicht gestellt, denn für den vergangenen Samstag war ein Sportfest angekündigt! Das verspricht doch Spiel, Spaß und viel Bewegung...
Während wir Mitarbeiter am Morgen im Büro die Teilnehmerlisten durchgehen, erhalten alle Schüler zur Stärkung eine Portion phala. Das ist ähnlich wie nsima ein Maisbrei, der aber dünnflüssiger zubereitet und süß gewürzt wird. Auf jeden Fall gibt der Brei ordentlich Energie und die wird an einem solchen Tag gebraucht! Als alle gestärkt sind, versammeln wir uns vor der provisorisch aufgebauten Bühne zu deren Seiten riesige Boxen stehen. Obwohl es noch relativ früh am Morgen ist, brennt die Sonne schon vom Himmel und alle suchen einen Platz im Schatten, den die vor der Bühne aufgespannten Zelte spenden.
George und Missionary Min bei der Begrüßung
Dann wird der Sporttag endlich offiziell eröffnet, mit einem herzlichen Willkommensgruß an alle und einem Morgengebet, welches von meinem Mentor Elia gesprochen wird, der auch Pastor ist. Er wird oft von den anderen Mitarbeitern abusa genannt, was auf Chichewa Pastor, aber zeitgleich auch Schafhirte heißt. Gerade mit christlichem Hintergrund betrachtet, finde ich diese Übereinstimmung sehr schön. Nach einem dreifachen „Hallelujah – Amen!“ lesen wir die Mannschaftseinteilung für den heutigen Tag vor. Jedes der acht Teams setzt sich aus Schülern aller Klassenstufen zusammen und wird von einem Mitarbeiter betreut. Ich kümmere mich gemeinsam mit meiner koreanischen Mitfreiwilligen Jooye um Team 8. Damit wir die Mannschaften während des Sporttags auseinanderhalten können, bekommen alle Mitglieder der verschiedenen Teams T-Shirts in der selben Farbe. So haben wir Team yellow, orange, blue, white, indigo, purple, green und pink – so bunt wie ein Regenbogen.
Team blue, purple und yellow
Unser Team erhält die pinken T-Shirts und ich stelle mal wieder fest, dass das absolut nicht meine Farbe ist, aber für diesen besonderen Tag laufe auch ich fröhlich in einem quietsch-rosa Shirt herum. Die Mitglieder von Team pink tragen ihre Trikots auf jeden Fall mit Stolz. Nur die kleine Gladys sieht etwas unglücklich aus. Sie hat ein viel zu großes Shirt erhalten, das ihr bis über die Knie reicht. Wie soll man denn damit vernünftig Sport machen können? Aber mit einem kleinen Trick können wir da schnell Abhilfe schaffen und für den Rest des Tages läuft sie mit einem dicken Knoten vor dem Bauch herum, der das Shirt auf eine passable Länge zusammenrafft. So kann auch sie ordentlich mittoben, denn für die Grundschulkinder wird jetzt die Hüpfburg eröffnet. Bei dem Anblick der hüpfenden, lachenden Kinder bekomme auch ich nicht übel Lust mitzuspringen, aber wir müssen uns um das Programm für die älteren Kinder kümmern. Das starte nämlich mit einem kleinen Fußballturnier. Jeweils vier Mädchen und vier Jungs aus den verschiedenen Teams treten gegeneinander an, während sich der Rest der Mannschaft am Spielfeldrand versammelt und die Spieler fleißig durch Singen und Tanzen anfeuert. Unser Team verliert leider schon beim ersten Spiel und so qualifizieren wir uns nicht für das Halbfinale. Dafür läuft es im anschließenden Netball-Turnier wesentlich besser. Netball ist eine in Malawi häufig vertretene Sportart, die ein wenig an eine Mischung aus Handball und Basketball erinnert. An beiden Enden des Spielfeldes steht eine Stange mit einem Metallring am oberen Ende, welcher an einen Basketballkorb erinnert. Die sieben Spieler jedes Teams versuchen, den Ball durch den Ring des Gegners zu befördern. So werden die Tore erzielt. Auf dem Spielfeld wird der Ball mit der Hand von Spieler zu Spieler gepasst, wobei der Spieler, der im Besitz des Balls ist, nur drei Schritte laufen darf. Es ist ein schnelles Spiel und die Mitglieder der Teams kommen ordentlich ins Schwitzen, genauso wie der Fanclub am Spielfeldrand. Diesmal schaffen wir es bis ins Halbfinale, bevor wir von einem anderen Team besiegt werden. Die finalen Spiele der beiden Turniere werden auf den Nachmittag verschoben, denn jetzt gibt es erstmal Mittagessen für alle Sportler. Bei nsima mit Bohnen und einem Mischung aus Wasser und Limonade kommen alle wieder zu Kräften. Dann erscheinen langsam die ersten Eltern, die für den Nachmittag zum Zuschauen eingeladen wurden.
Die Eltern auf den Zuschauerrängen
Während sie sich einen Platz unter den Zeltdächern suchen, schallt laute, malawische Musik aus den Boxen neben der Bühne und die Kinder tanzen wild und ausdrucksstark. Das können sie mindesten genauso gut wie die Erwachsenen, die ich bisher auf Musikfestivals oder in Clubs tanzen gesehen habe, wenn nicht sogar noch besser. Als sich alle eingefunden haben, folgen die nächsten Sportarten. Für die jüngeren Kinder gibt es einen Staffellauf und die älteren messen sich im Weit- und Hochsprung. Es ist unglaublich anzusehen, wie einige Mädchen in überknielangen Jeansröcken wie Gazellen springen und dabei großartige Weiten und Höhen erzielen.
Auch Röcke hindern nicht am Springen!

Die Latte wird höher und höher gehängt...
Auch die Ergebnisse, die die Jungs erzielen sind atemberaubend. Die Eltern klatschen und jubeln bei jedem Sprung begeistert. Ich glaube, stolze Eltern haben überall auf der Welt den gleichen Gesichtsausdruck.
Unser Springer für Team pink in action.

Der spektakulärste Sprung des Tages!
Den Höhepunkt des Nachmittags bilden dann die finalen Spiele des Fußball- und des Netballturniers. Die Mitarbeiter Lloyd und Louis verwandeln sich dabei in großartige Moderatoren. Sie teilen sich abwechselnd das Mikrophon und so schallen aus den Boxen die Kommentare zum jeweiligen Spielgeschehen. Leider verläuft die Moderation auf Chichewa, weshalb ich nicht sehr viel verstehe, aber Tonfall und Stimmlage der Moderatoren verraten eigentlich auch alles. Da wird enthusiastisch gejubelt, wenn einem Spieler ein Trick gelungen ist und zornig aufgestöhnt, wenn ein Foul verübt wurde. Zwischendurch wird natürlich immer wieder der aktuelle Spielstand verkündet. Welches Team am Ende gewonnen hat? Das kann ich nicht mehr mit Gewissheit sagen und es erscheint mir auch unwichtig, da alle Kinder sehr viel Spaß hatten.
Versammlung in der Kirche
Zum Abschluss versammeln sich alle Schüler in der Kirche, wo jeder einen Beutel mit Waschseife, Körperseife und Vaseline zum Eincremen erhält. Das ist auch dringend nötig, so durchgeschwitzt und verdreckt wie alle nach diesem sportlichen und staubigen Tag sind.
Jeder erhält einen gefüllten Beutel.
Auch ich freue mich auf eine Dusche und eine Runde Entspannung und so machen wir uns schließlich alle auf den Heimweg.
Was ich mir von diesem Tag mitnehme? Einen leichten Sonnenbrand und die Erinnerung an viele glückliche Gesichter bei Groß und Klein! Der Sporttag war ein voller Erfolg!
Glückliche und verschwitzte Schüler

Zum Jubeln ist noch Kraft da!

Sonntag, 26. Oktober 2014

Mulanje Mountain

Es ist schon überraschend, wenn man an einem Montagnachmittag erfährt, dass die Arbeitswoche nach dem Dienstag endet! Am Mittwoch, dem 15 Oktober, wurde nämlich in Malawi Muttertag gefeiert. Schon Wochen vorher wurden in den Straßen bunte Stoffe, die hier chitenje genannt werden, mit dem Aufdruck „Happy Mothersday“ verkauft und von den Frauen auch fleißig getragen. Am Muttertag selbst haben alle Malawier frei und in meinem Projekt wurden sogar die darauffolgenden beiden Tage freigegeben. Ich glaube, die Kinder haben sich alle sehr über diese kurzen Ferien gefreut! Ich musste nicht lange überlegen, was ich mit meiner freien Zeit anfangen sollte, denn meine koreanische Mitfreiwillige Mary hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr zu verreisen. Ihre Plan war es, eine kleine Hüttentour auf dem Mt. Mulanje, der im Süden Malawis liegt, zu wagen. Da bin ich dabei!
Wir haben uns deshalb am Mittwochmorgen am Busdepot getroffen und einen Bus nach Blantyre gesucht. Diese Stadt liegt im Süden Malawis und wird oft als eigentliche Haupstadt des Landes bezeichnet. Vom Erscheinungsbild her sieht Blantyre wesentlich europäischer als Lilongwe aus, doch auch hier spürt man die malawische Mentalität, denn auch wenn mehr Häuser nach europäischem Vorbild zu sehen sind, so feilscht man auf dem Markt doch, wie überall in Malawi. An unserem ersten Reisentag haben wir es nur bis dorthin geschafft, da es bei unserer Ankunft schon Abend wurde und es nicht empfehlenswert ist, nach Einbruch der Dunkelheit in einer fremden Stadt anzukommen. Die Nacht haben wir somit in einer kleinen Lodge verbracht und sind erst am nächsten Tag an unserem eigentlichen Ziel angekommen. Am Fuß des Mt. Mulanje liegt das gleichnamige Dorf, in dessen Touristeninformation man Beratung für eine Wanderung in den Bergen bekommt. Richard, der Leiter der Information, hat freundlich lächelnd von unserem Plan Kenntnis genommen, den Berg noch am selben Tag zu besteigen und uns im Anschluss erklärt, dass er diese Idee nicht für ausgereift hält. Wir kamen nämlich gegen Mittag in sein Büro und in Malawi hat gerade die heiße und trockene Jahreszeit begonnen. Unser gut durchdachter Plan wurde also in wenigen Minuten zu einer Schnapsidee. Aber gemeinsam mit Richard wurde kurzerhand ein Plan B erstellt, der vorsah, sehr zeitig am nächsten Morgen zu starten, um die Morgenfrische zu nutzen. Außerdem hat er uns einen guide vermittelt, welcher das Gebirge wie seine Westentasche kennt. Die Wege auf dem Mulanje Mountain sind nämlich nur spärlich beschriftet und es besteht somit die ernstzunehmende Gefahr, sich beim Aufstieg oder bei der Wanderung auf dem Plateau zu verirren. Mary entschied sich außerdem dazu, einen porter zu engagieren, da sie es sich nicht zutraute, die Wanderung mit ihrem großen Rucksack auf dem Rücken zu bewältigen. Da wir nun unverhoffterweise den Tag zur freien Verfügung hatten, haben wir uns ein gemütliches Abendessen in der Pizzeria von Mulanje gegönnt. Im Inneren des Restaurants habe ich folgende Inschrift entdeckt:
A recent legend suggests, that J.R. Tolkien climbed Mulanje Mountain before he wrote `The Hobbit´ and based several aspects of the book on the trip, going so far to name the homeland of its protagonists after nearby Shire River.“ Der Buchautor J.R. Tolkien soll also Inspirationen für sein Werk „Der kleine Hobbit“ beim Wandern auf dem Mulanje Mountain gefunden haben...
Blick von Mulanje aus auf die Teeplantagen und den Mt. Mulanje
Am Donnerstag treffen wir uns in aller Frühe mit unserem guide und dem porter, die sich als Simon und Jones vorstellen. Gemeinsam starten wir unsere 3-tägige Hüttentour. Der Weg führt uns zunächst gemütlich durch unzählige Teeplantagen, die den Mulanje Mountain wie ein grüner Gürtel umgeben. Hier wird der Chombe-Tee angebaut, eine malawische Schwarzteesorte.
Simon, Jones und Mary beim Durchqueren der Teefelder
Der danach folgende Aufstieg ist unglaublich hart. Der steil bergauf führende Weg schlängelt sich am Fuß des Gebirges durch einen beinahe tropisch anmutenden Wald, bevor die Bäume nach und nach immer weniger werden und einer steinigen, kargen Landschaft mit vereinzelte Sträuchern Platz schaffen. Schon bald kommen wir trotz der kühlen morgendlichen Temperaturen ins Schwitzen und müssen alle paar Meter eine kurze Pause zum Luftholen einlegen. Mein Mantra für diesen Aufstieg: Wenn J.R. Tolkien es geschafft hat, dann schaffe ich das auch! Auf ungefähr 2000m Höhe endet unsere Kraxelei und wir kommen auf dem Plateau des Gebirges an, aus dem sich einzelne Gipfel erheben. Der höchste Gipfel (ca. 3007m) wird von den Malawiern „Sapitwe“ genannt, was übersetzt so viel wie „geh dort nicht hin“ bedeutet. Das haben wir auch nicht gemacht. Stattdessen sind wir gegen Mittag bei der CCAP Hut, einer kleinen Berghütte angekommen und haben dort übernachtet und Energie für den nächsten Tag gesammelt. Hier habe ich auch den ersten Regen erlebt, seitdem ich in Malawi angekommen bin! Ein ordentliches Gewitter zieht am Abend über das Gebirge hinweg.
In der CCAP Hut
Als wir am Freitagmorgen starten, ist es durch die viele Feuchtigkeit sehr nebelig. Man sieht kaum seinen Vordermann. Wir überqueren auf unserem Weg einige Hügelketten und nach jeder scheint sich die Landschaft zu verändern. Zunächst laufen wir durch eine Graslandschaft, die später von wäldlichen Gebieten abgelöst wird. Hier sieht man leider immer wieder schwarze, verbrannte Flächen, die die Folge illegaler Abholzung sind. In den Dörfern um den Berg wird nämlich das Feuerholz knapp, weshalb viele Dörfler sich das benötigte Holz auf dem Plateau besorgen. Das ist jedoch verboten, da es sich bei den Bäumen unter anderem um die geschützte Mulanje-Zeder handelt. Wer bei der Abholzung erwischt wird, dem drohen harte Strafen. Deshalb legen einige Dorfbewohner an einer Stelle in dem Gebirge Feuer, welches dann alle Aufmerksamkeit auf sich zieht und fällen zur gleichen Zeit an einem entfernten Ort Bäume. Auf der einen Seite ist die Not der Dorfbewohner natürlich verständlich, doch werden dabei leider Naturräume nachhaltig zerstört. Eine Lösung für dieses Problem wurde bis jetzt noch nicht wirklich gefunden...
Mary, guide Simon, ich und porter Jones
Wunderschöner Blick auf einen Gipfel
Bevor wir unser Tagesziel erreichen, führt uns der Weg durch eine Farnlandschaft mit schulterhohen Gewächsen. Mitten in dieser Landschaft steht „Frances Cottages“, unsere Berghütte für diese Nacht. Sie ist nach einem Malawier benannt, der bei dem Versuch, einen der Bergflüsse an ein Seil gebunden zu durchschwimmen, ums Leben kam.
Frances Cottage
Am Nachmittag unternehmen wir einen kleinen Spaziergang in der näheren Umgebung. Es ist immer noch sehr neblig und ich erschrecke ziemlich, als aus dem Nebel plötzlich drei große Holzkreuze auftauchen, da ich sofort an ein Unglück denken muss. Simon und Jones erklären uns aber, dass jedes Jahr um die Osterzeit ein solches Kreuz von den Bewohnern der umliegenden Dörfer herauf getragen wird. Dabei singen die Dorfbewohner und stellen die verschiedenen Stationen des Kreuzweges Christi nach. Mary fragt unseren guide nach Bibelliedern auf Chichewa und schon beginnt eine richtige Chorprobe. Das Resultat haben wir in der Hütte sogar aufgenommen.
Die drei Osterkreuze im Nebel
Am Sonntagmorgen haben wir uns wieder sehr früh auf den Weg gemacht und den steilen Abstieg zum Fuß des Berges gewagt. Da wir kurz nach dem Sonnenaufgang gestartet sind, war die ganze Szenerie in ein wunderschönes Licht getaucht. Auch der Abstieg war nicht leicht zu bewältigen und Mary und ich haben oft unsere Hände zur Hilfe genommen oder uns auf dem Hinterteil ein Stück nach unten gleiten lassen. Wir haben uns außerdem entschieden, einen kleinen Umweg auf uns zu nehmen, um die Likhubula Falls ansehen zu können. Dabei handelt es sich um wunderschöne Wasserfälle, die in tiefe Wasserbecken münden, in denen man sogar baden kann. Leider drängte bei uns die Zeit, da wir noch am selben Tag den Rückweg nach Lilongwe schaffen wollten. Der Besuch der Wasserfälle war aber ein schöner Abschluss unserer Hüttentour!
Likhubula Falls
Am späten Vormittag kamen wir dann wieder in Mulanje an, mit Muskelkater an Stellen des Körpers, an denen man gar keine Muskeln vermutet... Ich glaube nicht nur mir, sondern auch Mary fiel der Abschied vom Mt. Mulanje und von Simon und Jones schwer, als wir uns wieder in den Minibus nach Blantyre gesetzt haben. Am Abend waren wir dann wieder in Lilongwe - zumindest körperlich. Der Kopf mit all seinen Gedanken ist noch eine Weile bei den Bergen geblieben!
Thanks for the visit!

Montag, 6. Oktober 2014

Tag der deutschen Einheit

Im vergangenen Monat habe ich eine sehr formell wirkende Einladung erhalten:
"On the occasion of the Day of German Unity The Ambassador of the Federal Republic of Germany Dr. Peter Woeste and Mrs. Regina request the pleasure of the company of Ms. Henriette Doktor to a Reception on Friday, 3 October 2014 at 18.30 hours."






Absender war der deutsche Botschafter in Lilongwe, welcher alle Freiwilligen einlud, den Tag der deutschen Einheit in seiner Residenz zu feiern. Wer könnte da nein sagen? Außerdem bat er uns in einer persönlicheren E-mail, ob wir ihn bei der Durchführung der Feier unterstützen könnten. Am 3. Oktober kamen deshalb alle Kolping-Freiwilligen aus den verschiedenen Ecken Malawis zu uns in die Hauptstadt gereist. Um einige am Busdepot abholen zu können, habe ich mir den Nachmittag von der Arbeit freinehmen dürfen. Das war kein Problem, nur musste ich als Ausgleich meinen Kollegen alles über diesen Nationalfeiertag erzählen. Von der Geschichte Deutschlands kennen viele Malawier wenige Ereignisse und leider nur die, derer wir uns nicht gerade rühmen können. So ist die Beteiligung am 1. und 2. Weltkrieg den meisten bekannt und wenn man zum Beispiel auf der Straße angesprochen wird und auf die Frage, woher man denn komme, mit „from Germany“ antwortet, dann fällt vielen Malawiern als Persönlichkeit spontan nur Adolf Hitler ein und ich musste schon einige male versichern, dass der nun wirklich schon eine Weile tot ist. Meine Kollegen wussten etwas mehr und so konnte ich von der Teilung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg und der anschließenden Wiedervereinigung erzählen. Ich denke, an diesem Punkt war meinen Kollegen dann sehr gut verständlich, warum der Tag der deutschen Einheit bei uns als Nationalfeiertag begangen wird. Doch mich hat die Unterhaltung diesbezüglich sehr zum Nachdenken gebracht. Ich muss gestehen, dass ich in den vergangenen Jahren den Tag der deutschen Einheit eher als willkommenen freien Tag gesehen habe, dabei jedoch nie intensiv an die Wiedervereinigung gedacht habe. Ich habe es auch noch nie erlebt, dass jemand diesen Tag in Deutschland wirklich gefeiert hätte. Bin ich mir Deutschlands Vergangenheit so wenig bewusst? Diese Ereignisse sind doch erst etwas mehr als 24 Jahre her! Ich musste also bis nach Malawi reisen, um mir der Wichtigkeit dieses Tages bewusst zu werden. Verrückt! Besonders die Augen dafür geöffnet haben mir meine beiden Mitfreiwilligen Jooye und Mary. Die zwei jungen Frauen kommen aus Südkorea und warten darauf, dass auch ihr Land sich irgendwann wieder vereint. Vergleicht man die derzeitige Situation in Korea mit der Situation vor 1989 in Ostdeutschland, so fallen einem schon einige Parallelen auf. So war es für die Bewohner der DDR nicht möglich, ihr Land ohne Erlaubnis zu verlassen. Sie waren sozusagen von der Außenwelt abgeschnitten. Auch Südkorea befindet sich nach den Erzählungen von Jooye und Mary in einer ähnlichen Lage. Zwischen Südkorea und dem Festland liegt nun einmal Nordkorea und somit eine derzeit unüberwindbare Grenze. Südkorea ist gewissermaßen zu einer Halbinsel geworden und kann Kontakt zur Außenwelt nur über den See- oder Luftweg aufnehmen. Außerdem sind wohl auch hier Familien getrennt, von denen ein Teil im Norden und der andere im Süden Koreas lebt. Diese Menschen hoffen verständlicherweise stark auf eine Wiedervereinigung ihres Landes und obwohl weder Jooye noch Mary Verwandte im Norden haben, hegen sie den selben Wunsch. Durch dieses Gespräch sehe ich nun den Tag der deutschen Einheit mit ganz anderen Augen!
Die Feier in der Botschaft am Abend des 3. Oktobers kann man jedenfalls als sehr gelungen bezeichnen! Wir Helfenden waren etwas früher als die anderen Gäste an Ort und Stelle und haben die Mitarbeiter in der Residenz bei den Vorbereitungen tatkräftig unterstützt. So haben wir zum Beispiel den Garten der Botschaft mit Luftballons und Girlanden in schwarz-rot-gold geschmückt und später Willkommenshäppchen für die Gäste belegt. 
Peter-Paul, Johanna, Désirée und ich beim Schmücken des Gartens (Foto von Carlotta Schmidt)

Carlotta, Carmen, Jana, Peter-Paul, Désirée und ich überglücklich beim Belegen der Brote (Foto von Carlotta Schmidt)

Der Botschafter hat dafür extra von seiner letzten Deutschlandreise Brot und Käse mitgebracht – ein Highlight für uns Freiwillige! In Malawi gibt es nämlich kein Schwarzbrot, sonder nur helles Brot, welches man bei uns wahrscheinlich als Toastbrot bezeichnen würde und die wenigen Käsesorten schmecken ganz anders als gewohnt. Es ist unglaublich, wie sehr man solche simplen Dinge schon nach knapp zwei Monaten vermissen kann! Später gab es noch einige offizielle Reden, welche auf Englisch gehalten wurden, da nicht nur alle derzeit in Malawi befindlichen deutschen Staatsbürger eingeladen waren, sondern auch alle anderen Botschafter und weitere wichtige Persönlichkeiten. Dafür war die Musik, die am frühen Abend gespielt wurde, deutschsprachig. „99 Luftballons“ von Nena lief bestimmt dreimal, bevor die Musik im Verlaufe des Abends immer internationaler wurde und sich die Tanzfläche füllte.
Es wird getanzt! (Foto von Carlotta Schmidt)
Mir hat dieser Abend sehr gut gefallen, da man auch die Möglichkeit hatte, Freiwillige von anderen Organisationen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Außerdem hatten wir an diesem Wochenende mit unseren Gästen ein volles Haus und somit unglaublich viel Spaß! Danke dafür an alle!

Sonntag, 21. September 2014

Die ersten vier Wochen

Jetzt bin ich schon einen Monat in Malawi! In dieser Zeit ist unglaublich viel passiert. Ich habe sehr viele für mich ungewohnte Dinge gesehen und lerne täglich dazu. Das Wichtigste gibt es jetzt in der Kurzfassung:

Arbeit
Seit zwei Wochen arbeite ich von Montag bis Freitag im House of Hope. Vormittags bin ich im Kindergarten, wo ich mit den Kindern spiele und ihnen gemeinsam mit den Erziehern erste englische Vokabeln beibringe. Wir üben zum Beispiel die Wochentage, die Monatsnamen und die Zahlen von eins bis zwanzig. Nachmittags assistiere ich im Unterricht in den after school classes. Dabei geht es größtenteils darum, den Lehrern beim Korrigieren von Aufgaben zu helfen, die die Schüler im Englisch-, Mathematik- oder Chichewaunterricht gelöst haben. Die ersten beiden Wochen waren eine Art Eingewöhnungsphase für mich. Wahrscheinlich werde ich nach und nach mehr Aufgaben übernehmen.

Sprache
Die Kinder im House of Hope sprechen größtenteils nur Chichewa. Das macht es für mich etwas schwieriger, mich mit ihnen zu verständigen, da ich bis jetzt nur wenige Worte auf Chichewa spreche. Aber die Kommunikaton funktioniert auch über Gestik und Mimik, also eine Art Zeichensprache. Das Wort, welches ich zur Zeit am häufigsten verwende, ist „basi“, was so viel wie „genug“ oder „es reicht“ bedeutet. Ich kann es inzwischen dankend, genervt, kapitulierend und bittend betonen.

Essen
Jeden Mittag gibt es im House of Hope n´sima mit verschiedenen Beilagen. Das ist ein für Malawi typischer Brei, der aus Maismehl und Wasser zubereitet wird. Dazu gibt es verschiedene Bohnensorten oder Rührei mit gekochten Kürbisblättern. N´sima wird mit bloßen Händen gegessen. Man formt aus einem Teil des Breis mit der rechten Hand eine kleine Kugel, in die dann mittig eine Kuhle gedrückt wird. Damit nimmt man die Beilage auf und balanciert das Ganze zum Mund. Am Anfang ist das etwas schwierig, jedoch gewöhnt man sich schnell daran.

Musik
An einem der vergangenen Wochenenenden war ich gemeinsam mit meiner Mitbewohnerin auf einem kleinen Festival direkt am See. Dort habe ich zum ersten Mal die angesagte malawische Musik gehört. Wer sich dafür interessiert, sollte mal nach den Namen Paul Banda, Skeffa Chimoto, den Soul Raiders, Lulu und den Black Missionaries umhören. Das sind Künstler aus Malawi und den angrenzenden Nachbarländern wie Sambia. Besonders beeindruckt haben mich bei diesem Festival die tanzenden malawischen Frauen. Einige von ihnen konnten unglaublich mit den Hüften wackeln und ihren gesamten Unterkörper schütteln, da hat man beim Zuschauen fast selbst das Tanzen vergessen.

Verkehrsmittel
Um von einem Punkt zum anderen zu gelangen, habe ich hier schon die verschiedensten Verkehrsmittel benutzt. Am weitesten verbreitet ist die Nutzung von Minibussen. Diese fahren auf verschiedenen Strecken in fast alle Viertel und der Großteil trifft sich am zentral gelegenen Busdepot. Es gibt keine offiziellen Haltestellen für diese Busse. Die meisten Menschen stellen sich einfach an Stellen, an denen das Anhalten günstig ist, an den Straßenrand und werden dort eingesammelt. Für meinen Weg zur Arbeit nutze ich jeden Tag diese Minibusse und bin auch immer gut angekommen. Am Depot selbst fahren die Busse erst dann los, wenn jeder Platz besetzt ist. Auf einer Sitzreihe mit drei Plätzen nehmen dann immer vier Menschen Platz. Das ist natürlich sehr eng, aber man kommt so auch gut mit den Menschen ins Gespräch. In Malawi ist es tagsüber auch kein Problem, per Anhalter zu fahren. Dabei muss man allerdings wissen, dass hier nicht das „Daumen-raus-Zeichen“ gilt. Stattdessen wird mit ausgestrecktem Arm und flacher Hand, leicht von oben nach unten gewunken, als ob man das herannahende Auto entschleunigen wollte. Und dabei nicht vergessen: Lächeln!

Ungewohntes
Es gibt einige Dinge, an die ich mich hier erst gewöhnen muss. So hat es einige Tage gebraucht, bis mich der Linksverkehr nicht mehr überrascht hat. Bis jetzt finde ich es an Kreuzungen oft noch verwirrend, wer denn eigentlich gerade Vorfahrt hat. Malawi ist in dieser Hinsicht von der englischen Kolonialherrschaft geprägt.
Außerdem nimmt der Mond nicht von rechts nach links ab, sondern von oben nach unten und ich erkenne hier keine Sternbilder. Das liegt natürlich daran, dass ich mich auf der Südhalbkugel unserer Erde befinde.
Abends fällt in unserem Viertel manchmal der Strom aus, aber während man noch dabei ist, Kerzen anzuzünden und sich innerlich mit einem „candlelight dinner“ arrangiert, flackert das Licht oft schon wieder auf. Der Jubel, der dann für eine Minute im Viertel herrscht, ist unbeschreiblich!

Ganz viele liebe Grüße!
Henriette

Wo die wilden Kerle wohnen

Na gut, "Kerle" sind wir nun nicht gerade und auch über "wild" lässt sich wahrscheinlich diskutieren... Ich möchte euch trotzdem gerne zeigen, wo ich zur Zeit wohne. Ende August bin ich bei Jana eingezogen, einer deutschen Freiwilligen, die schon ein Jahr in Malawi lebt und ihren Freiwilligendienst um ein weiteres Jahr verlängert hat. Zusammen wohnen wir jetzt also in einer WG in Biwi, einem Viertel im Süden Lilongwes. Ich glaube, ich zeige euch alles am besten in einem kleinen Rundgang:
Von der Straße aus sieht man zuerst das grüne Tor, durch welches man auf das Grundstück gelangt. Hier stehen neben unserem Haus links und rechts jeweils noch ein weiteres, die beide von sehr hilfsbereiten Nachbarn bewohnt werden.
 Und so sieht unser Haus am frühen Morgen bei schönstem Sonnenschein aus:
Das Zentrum unseres Hauses ist der gemütliche Wohn- und Essraum. Hier steht auch ein Gästebett, das regelmäßig von vorbei schauenden Besuchern genutzt wird.
Und so sieht mein Zimmer aus, in dem ich es mir nach und nach immer gemütlicher einrichte. Über dem Bett hängt ein großes Moskitonetz - wenn man darunter liegt, hat man glatt ein Himmelbettgefühl, aber hauptsächlich soll es vor Mückenstichen und somit vor der Übertragung von Malaria schützen.
Das hier ist unsere Küche, in der wir abends manchmal gemeinsam kochen oder uns ein leckeres Bananenbrot backen.
Besonders beliebt bei Besuchern, sind unsere Toilette mit funktionierender Spülung...
... und unser kleines Bad mit Dusche, die auf Knopfdruck auch warmes Wasser verteilt. Das ist in Malawi nicht selbstverständlich. Gerade in ländlicheren Regionen sind viele Häuser nicht an Wasserleitungen angeschlossen und die Menschen holen sich das nötige Wasser oft mehrmals täglich aus Brunnen.
Hinter dem Haus liegt ein kleiner Hof, auf dem sich eine Waschstelle befindet, an der wir unsere Kleidung waschen können und über den einige Wäscheleinen gespannt sind.
Ich hoffe, ihr habt mit diesen Bildern einen ersten Einblick in mein derzeitiges Leben in Lilongwe erhalten. Ich fühle mich in diesem Haus von Tag zu Tag wohler und freue mich nach einem anstrengenden Tag richtig darauf, hierhin zurück kehren zu können!



Samstag, 20. September 2014

Prolog

Für jede Reise braucht es eine gewisse Vorbereitung. Je kürzer die Zeit, für die man unterwegs ist, desto weniger muss man wahrscheinlich bedenken. Für die 11 Monate, die ich in Malawi verbringen werde, bedarf es deshalb einer besonders gründlichen Vorbereitung.
Diese begann für mich im Juli, mit dem Besuch eines zehntägigen Seminars meiner Organisation Kolping. Während dieses Seminars hatten einige der zukünftigen Freiwilligen sogar schon die Möglichkeit, die Mentoren ihres Projektes kennenzulernen, denn einige Projektleiter waren aus Asien, Afrika, Latein- und Südamerika angereist, um uns einen ersten Einblick in die für uns neue und fremde Kultur zu geben. Für meinen Leiter war dies leider nicht möglich, aber dafür waren zwei andere Mentoren aus Malawi angereist. Im Verlauf des Seminars hatten wir einige Einheiten gemeinsam mit den Projektleitern, für andere wurden Mentoren und Freiwillige in zwei Gruppen geteilt.
Als Freiwillige haben wir uns viel mit unserer Identität und unseren Vorstellungen und Ängsten hinsichtlich des Auslandsjahres beschäftigt. Es tat sehr gut, sich mit anderen Jugendlichen auszutauschen, die den selben Schritt wagen und für mehrere Monate ins Ausland gehen. Die meisten haben vor einer solchen Reise Zweifel oder Bedenken und angenehmerweise waren fast alle bereit, sich darüber auszutauschen. Wir wurden darauf vorbereitet, dass besonders die erste Zeit in einer fremden Umgebung hart ist, dass man alltäglichen Dinge, wie das Einkaufen erst neu lernen muss und auch der Kontakt zu den Mitmenschen sich zu Beginn oft schwierig gestaltet.
Außerdem wurden wir über das Thema Rassismus umfassend aufgeklärt, denn auch wenn inzwischen Worte wie „Negerkuss“ in der deutschen Sprache verboten sind, so finden sich dennoch unzählige andere Beispiele wie „Stamm“, die bei uns eindeutig negative oder primitive Vorstellungen hervorrufen, oft ohne, dass wir uns dessen überhaupt bewusst sind. Die Einheit „against rascism“ hat mir dafür die Augen geöffnet und mich zum Nachdenken angeregt. Eine andere Einheit, welche mich lange beschäftigt hat, befasste sich mit der kritischen Sicht auf den Freiwilligendienst. Was kann ich Jugendlicher ohne Ausbildung oder Beruf in einem Land leisten, dessen Kultur und Sprache mir fremd sind? Bin ich es wirklich wert, mit Geldern gefördert zu werden? Über diese Fragen haben wir viel diskutiert und sind schlussendlich zu der Erkenntnis gekommen: Ja, wir sind es wert! Wir werden zwar mit unserem Freiwilligendienst nicht die Welt verbessern oder großartig Hilfe leisten, aber wir tragen damit zur interkulturellen Verständigung zwischen Ländern und Kulturen bei. Wir sind vielleicht nicht ausgebildet, aber wir bringen Zeit und den Willen mit, andere Menschen kennenzulernen, uns auf sie einzulassen und mit der Zeit vielleicht ihre Lebensweise besser zu verstehen. Außerdem wollen wir von unseren Erfahrungen und Erlebnissen berichten, um auch anderen einen Einblick in fremde Länder und Sitten zu ermöglichen.
Neben all diesen theoretischen Gedankengängen, bekamen wir auch einige praktische Hinweise, zum Beispiel in der Medizineinheit, in der wir über Krankheiten und den Schutz vor ihnen aufgeklärt wurden sowie in Form einer Packliste mit Dingen, die für einen längeren Auslandsaufenthalt praktisch oder unabkömmlich sind.
Zur selben Zeit gab es für die Mentoren Einheiten über den Umgang mit Freiwilligen, Konfliktlösung und ihre Rolle als Ansprechpartner. In der gemeinsamen Zeit erfolgte ein erster Austausch über die Sitten der jeweiligen Länder mit Hinweisen auf das Verhalten in verschiedenen Situationen und die Kleiderordnung. Desweiteren gab es einen kleinen Sprachkurs, für uns Malawifreiwillige ging es dabei natürlich darum, erste Worte und Redewendungen in Chichewa, der Landessprache Malawis zu lernen. Gerade in diesen Einheiten wurden wir von einigen ehemaligen Freiwilligen unterstützt, die ihr Auslandsjahr zum Teil erst wenige Tage oder Wochen zuvor beendet hatten und uns bereitwillig viel über ihre Länder und Projekte erzählten. Das war unglaublich hilfreich, denn aus den Erzählungen der Mentoren und der Vorfreiwilligen ergab sich ein erstes Bild unseres Reiseziels.
Dieses Vorbereitungsseminar hat mir insgesamt sehr viel weitergeholfen! Es hat mich die anderen Freiwilligen und die Mentoren besser kennen lernen lassen und meine Vorfreude auf das bevorstehende Auslandsjahr trotz kritischer Einheiten nur noch gesteigert.
Die restlichen Vorbereitungen waren vergleichsweise unbedeutend. Die verschiedensten Impfungen mussten im Tropenzentrum durchgeführt und eine Reiseapotheke zusammengestellt werden. Schlussendlich wurde alles Nötige in einen Koffer und meinen Wanderrucksack gepackt und dann...
folgte der schwere Abschied von Familie und Freunden, bis es wirklich los ging! 11 Monate in Malawis Hauptstadt Lilongwe warten auf mich...